| Übung in Burgholz |
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Die drei Feuerwehren
Kirchhain-Burgholz, -Emsdorf und -Langenstein bilden einen von vier
Stadtteil-Löschzügen.
Am vergangenen Samstag übten sie
gemeinsam. Die Leitung der Feuerwehr war mit dem Ergebnis sehr zufrieden.
„Brandeinsätze funktionieren im
Löschzug, wenn mehrere Stadtteil-Feuerwehren zusammen
eingesetzt werden“, so das Resümee von Thorsten Thierbach. Der Stellv. Leiter der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Kirchhain überzeugte sich von der Schlagkraft der Wehren bei der Übung in Burgholz.
Das Konzept geht auf: Bei Bränden,
z.B. in Gebäuden oder bei noch größeren Schadenlagen, kann eine Stadtteilwehr
alleine nicht agieren. Im Gebiet der Stadt Kirchhain werden bei bestimmten
Notfällen immer drei Stadtteil-Wehren bzw. der
Löschzug der Kernstadt gleichzeitig alarmiert.
So werden die
Hilfsfristen eingehalten und genügend Einsatzkräfte mobilisiert.
Wehrführer Tobias Schaub hatte die
Übung geplant und geleitet.
In einer Maschinenhalle in der
Wohratalstraße kam es bei Wartungsarbeiten zu einer Verpuffung. Zwei Menschen
wurden vermisst. Das große Gebäude war völlig verqualmt. Es brannte.
Die Feuerwehr Kirchhain-Burgholz
war als Erste zur Stelle.
Mit Atemschutzgeräten ausgerüstet
suchte der Angriffstrupp das Gebäude nach den beiden Burgholzer Kindern ab, die
sich als „Verletzte“ versteckt hatten.
Routiniert und schnell wickelten
die Burgholzer Feuerwehrleute den Einsatz ab.
Dabei unterstützen sie die
Mannschaften aus Langenstein und Emsdorf.
Während die Langensteiner
Feuerwehr beim „Brandangriff“ half, übernahmen die Kameraden aus Emsdorf die
Wasserversorgung. Wegen der gebrauchten Löschwassermengen verlegten sie eine ca.
300 m lange Schlauchleitung aus der Dorfmitte bis zur vermeintlichen
Brandstelle.
Plötzlich ertönte ein „mayda
mayday mayday“ über Funk. Das Drehbuch sah vor, dass einer der beiden im
Innenangriff eingesetzten Feuerwehrleute „umgefallen“ war. Besonnen leitete
Wehrführer Schaub die Rettung ein. Und auch als die Burgholzer Tragkraftspritze
aus technischen Gründen ausfiel, kam keine Hektik auf. Das war echt und nicht
geplant.
Schnell wurde sie gegen das Gerät
aus Langenstein ausgetauscht.
Thierbach sagte dazu: „Das ist
eine weitere Bestätigung für das Löschzug-Konzept. Wäre die Feuerwehr Burgholz
alleine gewesen, hätte sie so schnell keine Ersatzpumpe zur Stelle gehabt.“
Ein Fall mit fatalen Folgen. Denn
die Brandbekämpfung hätte nicht fortgesetzt werden können. Die Suche nach den
vermissten Kindern hätte sich dadurch wesentlich verlängert.
An der Übung nahmen 25
Feuerwehrleute teil.
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